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01.04.2009 / Feuilleton / Seite 13

Die Welt in Liedern

Zum 25. Todestag von Marvin Gaye

Reinhard Jellen
»Thank god, I’m gone«, so wird berichtet, waren die letzten Worte von Marvin Gaye, der heute vor 25 Jahren von seinem Vater, einem Predigerarschloch, erschossen wurde. Weltberühmt wurde der Soulsänger vor allem in den frühen siebziger Jahren mit seinen Aufnahmen für das »Motown«-Label. Mit dem selbstproduzierten Konzeptalbum »What’s Going On« schaffte es Gaye, eine Epoche (nämlich die des wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Niedergangs der USA unter der Regentschaft Richard Nixons) auf LP-Länge komprimiert künstlerisch auf den Punkt zu bringen. Zu einer Zeit, in der die mitunter recht naiven Utopien des liberalen Amerika der sechziger Jahre in ökonomische Depression und politische Repression umschlugen, sich die Hoffnungen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung sprichwörtlich in Rauch aufgelöst hatten und viele Soulkünstler das Auseinandertreten von subjektiven und objektiven Inhalten zu reflektieren begannen, gehörten Marvin Gaye und ...

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