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31.03.2009 / Titel / Seite 1

Mehdorn technisch k. o.

Winfried Wolf
Er sei »kein Handtuchwerfer«, ließ Bahnchef Mehdorn mehrfach verlauten. Am Montag, als er eigentlich neue Erfolgszahlen aus dem Bereich der kreativen Buchführung feiern lassen wollte, mußte er doch seinen Rücktritt anbieten. Als Vorwand dient die flächendeckende Bespitzelung im Mehdornschen Bahn­imperium. Der entscheidende Grund allerdings ist das Scheitern des Bahnbörsengangs: Ende März 2009 schloß sich das Zeitfenster, in dem die Bahn auf Basis des 600seitigen Börsenprospektes vom September 2008 hätte verkauft werden können. Mit der gestern vorgelegten 2008er Bilanz wurde der Prospekt Makulatur. Der entscheidende Grund für den Abgang des Bahnchefs wird allerdings von einer Kakophonie mit drei Strophen übertönt.

Die erste Strophe lautet: »Herr M. hat überzogen«. Beim »Datenscreening« sei es vor allem um den Kampf gegen Korruption und den berechtigten Schutz von Unternehmensinteressen gegangen. Tatsächlich hat der Bahnchef bis zu 180000 Bahnbeschäftigte ...

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