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31.03.2009 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Schwarze Listen in UK

Britische Privatdetektei legte im Auftrag der Bauunternehmer Dossier über 3000 aktive Gewerkschafter an

Christian Bunke, Manchester
Mein Telefon macht immer so komische Geräusche, ich bin mir ziemlich sicher, daß ich abgehört werde. Kein Wunder, daß der Staat keine echten Kriminellen fängt.« Steve Acheson, langjähriger Aktivist der Elektrikergewerkschaft EPIU, hat allen Grund für gesundes Mißtrauen. Seit Jahren beschuldigt er die britische Bauindustrie, kämpferische Gewerkschafter effektiv mit einem Berufsverbot zu belegen. Nun konnte die Existenz einer schwarzen Liste bewiesen werden.

Anfang März durchsuchten Beamte des Information Commissioner’s Office, einer für Informationsfreiheit zuständigen Behörde, das Büro des Privatdetektivs Ian Kerr. Dort fanden sie detaillierte Informationen über 3000 aktive Gewerkschafter in der britischen Baubranche. Manche Akten haben einen Umfang von 100 Seiten. Über einige Aktivisten sind seit den 80er Jahren systematisch Informationen gespeichert worden.

Zwielichtige Funktionäre

Gesammelt wurden unter anderem Zeitungsausschnitte. Über Steve Ac...

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