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31.03.2009 / Sport / Seite 16

Schäubles Geständnisse

Dem Bundesinnenminister geht der Doping-Diskurs auf die Nerven

Klaus Huhn
Ein Insider murmelte schockiert: »Ausgerechnet der!« und erinnerte dabei an einen Boxer, der fassungslos das Handtuch über sich hinwegfliegen sieht. Gemeint hatte er Wolfgang Schäuble, der als Bundesinnenminister auch für den Sport zuständig ist bislang immer bereit war, DDR-belastete Trainer und Funktionäre auf die schwarze Liste zu setzen.

Umgeben von Anti-DDR-Doping-Scheihälsen erklärte er nun plötzlich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: »Im Zweifel sind wir alle in der Versuchung zu schummeln.« Gefragt, ob der Sport Teil des Kalten Krieges gewesen sei, warf Schäuble die Karten auf den Tisch und gestand: »Die gesamtdeutschen Olympiaausscheidungen 1960 und 1964 waren ja fast spannender als die Olympischen Spiele selber, so groß war die Rivalität.« Und als die DDR dann allein startete, da war sie der BRD »in den Medaillenstatistiken mit Abstand überlegen, und sie war auch im Ostblock ganz vorn. Ja, die Deutschen! Wenn sie etwas richtig machen, dann si...

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