25.03.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Unterwerfung mit links

Prominente sächsische Linkspartei-Funktionäre gehen auf Distanz zu sozialistischem Erbe der DDR. Kritik am real existierenden Kapitalismus wird ausgeblendet

Markus Bernhardt
Immer dann, wenn in der Öffentlichkeit die Wendeparole »Wir sind das Volk!« propagiert wird, sollte die politische Linke aufhorchen. So auch im Fall der sächsischen Linkspartei, die für den 28. März zu einer Konferenz nach Dresden lädt, die unter besagtem Titel steht und in deren Rahmen der Herbst 1989 in Sachsen debattiert werden soll. Unter Leitung der dortigen Landesvorsitzenden Cornelia Ernst hatte eine Arbeitsgruppe der Partei namens »Herbst 89« kürzlich zwanzig Thesen zum »Zusammenbruch der DDR« vorgestellt, die an der Parteibasis wie auch bei einzelnen Funktionsträgern für helle Empörung sorgten.

Alternativloser Herbst

Der Herbst 1989 sei alternativlos gewesen, heißt es bezüglich der umstrittenen Thesen in einer Stellungnahme von Ernst. Und: Sachsen habe eine »ganz besondere Bedeutung für die friedliche Revolution« gehabt. Seien es doch vor allem die Menschen in Sachsen gewesen, die »für mehr Demokratie auf die Straße gingen«, so die Landeschefin d...

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