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20.03.2009 / Inland / Seite 4

Wut auf Bologna-Prozeß

Bundesregierung lobt sich für Umsetzung europaweiter Studienstrukturveränderung. An Hochschulen wächst dagegen der Unmut

Ralf Wurzbacher
Für die Bundesregierung ist die unter dem Namen Bologna bekannte Studienstrukturreform eine einzige Erfolgsgeschichte. Aus dem Munde von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) klingt das so: »Die Reform gewinnt an Zugkraft, die Umstellung auf die gestuften Studiengänge macht gute Fortschritte. Immer mehr Hochschulen in Deutschland sind für den internationalen Wettbewerb gerüstet.« Ihre Ministerkollegen im Bundeskabinett nahmen Schavans Worte am Mittwoch wohlwollend zur Kenntnis und winkten den von ihr vorgelegten nationalen Bericht zum Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses ohne Einwand durch.
An den Hochschulen selbst herrscht eine andere Stimmung, und vielleicht erlebt man hierzulande bald sogar katalanische Verhältnisse: In Barcelona hatten bis Wochenmitte Hunderte Studenten das Rektorat der städtischen Universität aus Protest gegen die europäische »Hochschulreform« vier Monate lang besetzt gehalten. Vorgestern wurde das Gebäude durch die Po...

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