03.03.2009 / Ausland / Seite 2

Auf der Flucht erschossen

Militärputsch in Guinea-Bissau. Präsident Vieira »von Kugeln niedergemäht«

Der weitgehend verelendete Westen Afrikas kommt nicht zur Ruhe. Nach Mauretanien und Guinea Ende vergangenen Jahres putschten am Montag Teile der Armee der ehemaligen portugiesischen Kolonie Guinea-Bissau. Opfer war der langjährige Präsident João Bernardo Vieira, der »von Kugeln niedergemäht« wurde, als er aus seiner Residenz in der Hauptstadt Bissau flüchten wollte, so José Zamura Induta. Dieser war am Sonntag als Sprecher einer Militärkommission eingesetzt worden, die die Kontrolle über das Land übernahm und damit eine seit Jahren schwelende Auseinandersetzung unterschiedlicher Interessensgruppen zunächst für sich entschied.

Wenige Stunden vor der Ermordung des Präsidenten war in der Nacht zum Montag Generalstabschef Tagmé Na Waié, Vieiras Gegenspieler, bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Bei der Explosion wurden der Armee zufolge fünf weitere Menschen ...

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