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23.02.2009 / Thema / Seite 10

Die Axt ist angelegt

Die Krise stellt die Wirtschafts- und Währungsunion und damit die gegenwärtige EU in Frage

Andreas Wehr
Zur Erinnerung an den Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) am 1. Januar 1999 verabschiedete das Europäische Parlament kürzlich eine Resolution, in der es feststellte, daß »der Euro Stabilität herbeigeführt und die wirtschaftliche Integration im Euroraum gefördert« hat. Optimismus verbreitete auch Otmar Issing, einer der Architekten der Einheitswährung und bis 2006 Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB): »Die nun schon mehr als 15 Monate anhaltende Finanzmarktkrise macht die Vorteile der gemeinsamen Währung in ganz besonderer Weise offenkundig. Ohne den Euro hätten sich die Turbulenzen von den Finanzmärkten auf die Devisenmärkte übertragen. Ob D-Mark, französischer Franc oder italienische Lira, so gut wie alle nationalen Währungen wären zum Spielball von Spekulationen geworden.« (FAZ, 6.12.2008) Doch Issing vergißt nicht, seinem Lob zugleich eine Warnung anzufügen. All dies bedeute nicht, »daß die Akkumulation von Ung...

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