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23.02.2009 / Inland / Seite 4

Forschungsabfälle oder AKW-Müll?

Streit über Kosten der Asse-Sanierung eskaliert. Atomwirtschaft will nicht zahlen

Reimar Paul
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat mit seinen widersprüchlichen Positionen zur Finanzierung der Asse-Stillegung am Wochenende heftige Reaktionen provoziert. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und Bürgerinitiativen widersprachen Behauptungen der Atomlobby, wonach nur 20 Prozent des eingelagerten Mülls von den Stromversorgern stammten. »Das ist völliger Unsinn«, sagte ein Greenpeace-Sprecher. Aus den Lieferscheinen und anderen Frachtpapieren gehe hervor, daß 63 Prozent des radioaktiven Inventars der Asse aus dem Atomkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg kämen. Der 2005 stillgelegte Reaktor wurde damals vom Energieversorger Badenwerk betrieben, später war der Konzern EnBW Eigentümer. Lege man die Zahl der eingelagerten Fässer zugrunde, werde die Verantwortung der Stromversorger für die Abfälle in der Asse noch deutlicher, erklärte Greenpeace: »80 Prozent stammen von der Energiewirtschaft«. Nach Angaben der Bürgerinitiative (BI) Umweltschut...

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