31.01.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Gegen den Trend

Linke ver.di-Aktivisten wollen neue Debatte über Arbeitszeitverkürzung anstoßen. Öffentlicher Dienst in den vergangenen Jahren Vorreiter bei Verlängerung

Herbert Wulff
Das Institut für Arbeitsmarkt und Qualifikation (IAQ) wartete kürzlich mit dramatischen Zahlen über die Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auf. Demnach müssen Vollzeitbeschäftigte mit durchschnittlich 40,3 Wochenstunden heute deutlich länger arbeiten als noch vor wenigen Jahren. Vorreiter bei dieser Entwicklung ist neben der Metallindustrie der öffentliche Dienst: In beiden Branchen stieg die Wochenarbeitszeit laut IAQ allein zwischen 2003 und 2006 um ein volle Stunde. Vor diesem Hintergrund werden die Stimmen in der Gewerkschaft ver.di lauter, die wieder eine Verkürzung statt eine Verlängerung der Arbeitszeiten auf die Tagesordnung setzen wollen.

»Zeit für eine Offensive – Arbeitszeitverkürzung jetzt.« So lautet der Titel eines Appells, mit dem die Erstunterzeichner – mehr als 200 Funktionäre und Mitglieder aus verschiedenen Landesbezirken und Fachbereichen der Dienstleistungsgewerkschaft – ihre Organisation wachrütteln wollen. Der Aufruf, der i...

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