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28.01.2009 / Inland / Seite 4

Kabine sagt ver.di tschüs

Dienstleistungsgewerkschaft bei Lufthansa-Flugbegleitern nur noch eine Splittergruppe. Bald ­könnte es zu unbefristeten Streiks kommen

Rainer Balcerowiak
Bei der Deutschen Lufthansa bahnt sich eine heftige Tarifauseinandersetzung an, die Parallelen zum Kampf der Lokomotivführer und ihrer Gewerkschaft GDL im vergangenen Jahr aufweist. Es geht um die rund 16000 Flugbegleiter des Luftfahrtkonzerns, die mittlerweile zu über 70 Prozent bei der Unabhängigen Flugbegleiterorganisation (UFO) organisiert sind. Ein von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Juli 2008 abgeschlossener Tarifvertrag, der eine zweistufige Lohnerhöhung um insgesamt 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 20 Monaten vorsieht und unter den Beschäftigten für heftigen Unmut sorgte, konnte für die Berufsgruppe der Flugbegleiter nicht in Kraft gesetzt werden, weil UFO ihn als zu bescheiden ablehnte. Im Dezember nahm die Flugbegleiterorganisation eigene Tarifverhandlungen mit der Lufthansa auf. UFO fordert eine Erhöhung der Bezüge mit einem Gesamtvolumen von 15 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft eine ...

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