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17.01.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Noch Rufer in der Wüste

Grüne Woche: Alternative Organisationen kritisieren asoziale exportorientierte und klimafeindliche EU-Politik. Weltagrarbericht an Bundesministerin Aigner übergeben

Jana Frielinghaus
Stachel im Fleisch der herrschenden Agrarpolitik wollen sie sein – die Bauern-, Umwelt- und Verbraucherverbände, die alljährlich zum Auftakt der »Grünen Woche« in Berlin den Kritischen Agrarbericht präsentieren. Auch dieses Mal taten sie es unmittelbar vor der »Fragestunde« der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), um auf Probleme hinzuweisen, die jene – wie auch der Deutsche Bauernverband (DBV) – ungern überhaupt zur Kenntnis nimmt.

Wie bereits einige Tage zuvor attackierte Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft heftig die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber der Forderung eines internationalen Expertengremiums nach einer radikalen Wende in der internationalen Agrarpolitik (siehe auch jW vom 13.Januar). Mehr als 400 Wissenschaftler hatten bereits im April 2008 ihre Arbeit am von Weltbank und Vereinten Nationen in Auftrag gegebenen Weltagrarbericht (IAASTD) abgeschlossen. Ihre Einschätzungen und daraus abgeleiteten Empfehlu...

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