08.01.2009 / Inland / Seite 5

Gedenken an Oury Jalloh

Todesumstände bis heute ungeklärt. Menschenrechtler fordern unabhängige Untersuchungskommission

Frank Brunner
Zirka 150 Menschen gedachten am Mittwoch in Dessau bei eisiger Kälte der Opfer rassistischer Polizeigewalt. Anlass der Demonstration war der vierte Todestag von Oury Jalloh. Der 23jährige Flüchtling aus dem westafrikanischen Sierra Leone war am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt. Bis heute sind die genauen Umstände seines Todes ungeklärt. Nach Polizeiangaben soll Jalloh die feuerfeste Matratze, auf der er lag, selbst angezündet haben. Menschenrechtsgruppen bezweifeln die Selbsttötungsthese. Tatsächlich war Jalloh zum Zeitpunkt seines Todes an Händen und Füßen gefesselt. Zwei Polizeibeamte, die sich wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten mußten, wurden am 8. Dezember 2008 trotz widersprüchlicher Angaben freigesprochen. Der Vorsitzende Richter Manfred Steinhoff hatte den Prozeß seinerzeit a...

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