08.01.2009 / Ausland / Seite 7

Brei der Medien

Westliche Berichterstattung über Krieg in Gaza ist von einseitiger Parteinahme für Israel gekennzeichnet

Karin Leukefeld
Seit Beginn der Bombardements am 27. Dezember verweigert Israel Journalisten den Zutritt zum Gazastreifen. Wie Tiger im Käfig wandern die Fernsehkorrespondenten vor der militärischen Sperrzone am Gaza­streifen auf und ab; ab und zu zoomen die Kameras auf die Rauchsäulen, die am Horizont zu sehen sind. »Israel hat den Zugang für Medien noch nie derart eingeschränkt und sollte sich schämen«, sagt der Bürochef der New York Times in Jerusalem, Ethan Bronner. »Es spricht allen Grundsätzen Hohn, nach denen es selbst leben will.« Die Regierung in Jerusalem nennt vor allem »Sicherheitsgründe«, weshalb es keinen der 350 angereisten Kriegsreporter und 900 in Israel akkreditierten Journalisten in den Gazastreifen läßt. Viele meinen allerdings, Israel wolle die Berichterstattung zu seinen Gunsten kontrollieren. Eine Klage der Vereinigung der Auslandskorrespondenten vor dem Obersten Gericht in Israel endete mit dem Vergleich, daß acht Reporter am vergangenen Freitag i...

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