31.12.2008 / Thema / Seite 10

Das Eismeer lockt

Die Ressourcen der Arktis werden mit dem Klimawandel nicht nur für die Anrainerstaaten zunehmend interessanter. Statt mit Rußland bei der Erschließung der Region zu kooperieren, sehen USA und EU Moskau als Gegner

Egbert Lemcke
Schon bis zum Jahr 2040 kann aufgrund der globalen Erwärmung ein bedeutender Teil des Nördlichen Eismeers eisfrei sein. Dies würde die Erschließung der dort lagernden Naturreichtümer (Erdöl, Erdgas, evtl. Kohle, Gold, Diamanten) und deren Transport wesentlich erleichtern. Prognosen gehen zudem davon aus, daß die Nordostpassage bis zum Jahre 2050 an etwa 100 Tagen eisfrei sein wird – heute sind es ungefähr 20.

Die Arktis rückt damit in den Brennpunkt strategischer Interessen, und die Frage der Gebietsansprüche außerhalb der Hoheitsgewässer der Anrainerstaaten gewinnt an Brisanz. So unterschiedlich die geographischen und sozioökonomischen Ausgangslagen der Prätendenten, so verschieden sind auch deren Handlungsansätze. Eine Berichtigung der ohnehin relativen Grenzen im Norden des Planeten zeichnet sich ab. Initiiert wird diese Revision insbesondere von Kanada, Japan, Deutschland, den USA und China; Indien, Brasilien und Südkorea, überhaupt aufstrebende Nation...

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