Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Januar 2020, Nr. 18
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30.12.2008 / Feuilleton / Seite 12

Munteres Vereinsleben

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Im 18. Jahrhundert ist »Gesellschaft« gleichbedeutend mit »Geselligkeit – in der die Menschen einander ›freudig‹, ›gleich‹, ›offen‹ begegnen, ist konversierende Interaktion, in der die Teilnehmer sich sympathisierend, symmetrisch, aufrichtig miteinander ins Verhältnis setzen«, wie der Germanist Georg Stanitzek schreibt. In Deutschland entstanden daraus bis heute fast eine halbe Mil­lion Mikrogesellschaften bzw. -geselligkeiten, nämlich die »Vereine«. Den Anfang machten »Lesegesellschaften« und (Arbeiter-) »Bildungsvereine«. Da Vereine aus den Interessen und Neigungen ihrer Mitglieder resultieren, gibt es in ihnen einen Hang zur Homogenität. Fast vorbildlich waren dagegen in dieser Hinsicht bis zuletzt in Ost und West immer die Schachvereine, auch Klubs genannt. Wenn der Verein den Salon beerbt hat, dann das urbane Clubbing nunmehr das Vereinsleben. Aber auch die Freiwilligen Feuerwehr-Vereine und die DLRG-Rettungsschwimmer waren oftmals schon früh »Clique...

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