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08.12.2008 / Thema / Seite 10

Machtproben in Kiew

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko will das Land mit allen Mitteln in die NATO führen. Das Parlament und die Bevölkerung sind mit seiner Außenpolitik nicht einverstanden

Hans-Jürgen Falkenhagen und Brigitte Queck
Die Ukraine steht schon lange im zentralen Blickfeld der US-Weltherrschaftspolitik. Zbigniew Brzezinski, zwischen 1977 und 1981 Sicherheitsberater des Präsidenten James Carter und heute außenpolitischer Berater von Barack Obama, schrieb 1999 in seinem Buch »Die einzige Weltmacht«: »Die Ukraine ist ein neuer wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Rußlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Rußland kein eurasischer Staat mehr.« Vor diesem Hintergrund wollen die USA, und in ihrem Schlepptau die EU, die Ukraine zu einem weiteren Aufmarschgebiet der NATO machen, um Rußland in die Zange zu nehmen. Ginge es nach Präsident Juschtschenko, soll die Ukraine ohne Volksbefragung Mitglied von NATO und EU werden. Um das zu erreichen, muß die Ukraine dem Einfluß Rußlands entzogen und dem westlichen Diktat auf militärischem, innen- und außenpolitischem sowie ök...

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