29.11.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Genaues will die CDU gar nicht wissen

Parteitag in Stuttgart: Kleiner Aufruhr über einen Antrag zur DDR-Geschichte

Arnold Schölzel
Neunzehn Jahre nach ihrem Ende sorgt die DDR für Zoff im CDU-Intrigantenstadel. Am Donnerstag berichtete die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle an der Saale, die Bundesgeschäftsstelle im Berliner Konrad-Adenauer-Haus versuche derzeit massiv, einen Antrag des Kreisverbandes Halle für den am Montag in Stuttgart beginnenden CDU-Parteitag zu verhindern. Auf ihm soll unter dem Titel »Geteilt.Vereint.Gemeinsam« ein Papier verabschiedet werden, das sich in pauschal-dümmlicher Art mit der Geschichte des ostdeutschen Staates befaßt. Als vor einigen Wochen bekannt wurde, daß die von der Parteiführung verabschiedete Fassung nichts zur Rolle der DDR-CDU sagt, gab es eine Beschwerde-Eskalation. In dem vom Kreisvorstand Halle einstimmig beschlossenen Papier wird z. B. laut Mitteldeutscher Zeitung die Führung der DDR-CDU als Mannschaft aus »Einflußagenten und Handlangern der SED« bezeichnet, die »keine CDU-Politiker im eigentlichen Sinne« gewesen seien. Auch die Mitgliede...

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