22.11.2008 / Feuilleton / Seite 13

Mein lieber Herr Kollege!

Juristen diskutierten die Jahre nach ’68

Matthias Becker
»Bewegung 2. Juni«, »Umherschweifende Hasch-Rebellen«, »Tupamaros West-Berlin« – heute provozieren sie vor allem die Frage, wie viele Drogen man nehmen muß, um mit Unterstützung der politischen Polizei am Jahrestag der Novemberpogrome eine Bombe in einem jüdischen Gemeindehaus zu plazieren. Das »Forum Recht und Kultur im Kammergericht«, ein Verein Berliner Juristinnen und Juristen, glaubte, es ließe sich doch mehr zu der linken Strömung in den 70er Jahren sagen und hatte für Donnerstag abend illustre Gäste eingeladen: den ehemaligen »RAF-Anwalt« Hans-Christian Ströbele, Wolfgang Wieland, rechtspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag und einst Verteidiger von Fritz Teufel, für die andere Seite den ehemaligen Ermittlungsrichter am Kammergericht, Hansgeorg Bräutigam, und schließlich Rainer Griesbaum, Abteilungsleiter Terrorismus beim Bundesgerichtshof.

So saßen auf dem Podium einerseits ehemalige »Links- statt Rechtsanwälte«, die sich in der Studentenbew...

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