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20.11.2008 / 73 / Seite 15

Jetzt ist die Maß voll

Ist die Landwirtschaft in Zeiten des Mangels oder bei Trinkgelagen erfunden worden? Am Anfang war das Bier, sagt ein Münchner Biologe

Frank Ufen
Irgendwann am Ende der letzten Eiszeit – vor etwa 11000 bis 15000 Jahren – haben Menschen ihr Wildbeuter-Leben aufgegeben, um seßhaft zu werden und Landwirtschaft (Ackerbau und Viehzucht) zu betreiben. Wie es dazu gekommen ist, schien lange hinreichend erklärt: Zu Beginn der Jungsteinzeit gab es in einigen Regionen einen ständigen Mangel an Jagdwild und pflanzlichen Nahrungsmitteln. Die Jäger und Sammlerinnen verlegten sich auf das Sammeln der Körner von Wildgetreide, verwandten den Großteil davon als Saatgut und machten das Korn durch Züchtung immer ertragreicher. Gleichzeitig wurden die zur Domestikation geeigneten Säugetierarten ausfindig gemacht.

Diese gängige Erklärung läßt sich nicht aufrechterhalten, sagt der Münchener Evolutionsbiologe und Ökologe Josef Reichholf. Entscheidend in einer Reihe von Befunden, die ihr kraß widersprechen, seien zwei Umstände. Die ursprünglich winzigen Körner des Wildgetreides waren derart mühsam aus den Spe...

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