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18.11.2008 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Jobs retten durch Verstaatlichung«

Existenzbedrohte US-Autokonzerne wollen Krise auf Beschäftigte abwälzen. Gespräch mit Brett Hoven

Katie Quarles
Brett Hoven ist Aktivist der US-amerikanischen Automobilarbeitergewerkschaft UAW und arbeitet bei Ford in Minneapolis, Minnesota

Die Krise der Autoindustrie ist in aller Munde. Die USA sind besonders betroffen. Wie ist die Situation?

Die sogenannten »Big Three« – Ford, Chrysler und General Motors – stecken tatsächlich in einer existentiellen Krise, die zum Bankrott eines oder mehrerer dieser traditionsreichen Riesenkonzerne führen könnte. Das ist aber nicht allein auf die aktuelle Finanzkrise zurückzuführen. Der US-Autoindustrie geht es schon seit Jahren nicht gut. Die Unternehmen haben den Markt für Kleinwagen der Konkurrenz aus Japan überlassen. Statt auf den Bau von umweltfreundlicheren Autos oder gar den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel umzustellen, haben sie sich auf spritfressende Minivans, sogenannte Sport Utility Vehicles (SUV) und Pickups konzentriert. Der Markt für solche Großwagen ist eingebrochen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Finanzkr...

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