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15.11.2008 / Titel / Seite 1

Schwarzer Tag in Genua

Rüdiger Göbel und Micaela Taroni, Rom
Rund sieben Jahre nach dem brutalen Polizeieinsatz beim G-8-Gipfel in Genua sind die ranghöchsten angeklagten Beamten freigesprochen worden. Das Gerichtsurteil vom späten Donnerstag abend sorgt für helle Empörung in Italien. Insgesamt sprach das Gericht in der ligurischen Hafenstadt mehr als die Hälfte der angeklagten Polizisten frei. 13 der 29 Staatsdiener wurden wegen Amtsmißbrauch und Körperverletzung zu Freiheitsstrafen von einem Monat bis zu vier Jahren verurteilt. Die meisten Strafen wurden auf Bewährung verhängt oder teilweise erlassen. Die italienische Staatsanwaltschaft hatte für alle Angeklagten insgesamt mehr als 100 Jahre Gefängnis gefordert – die Verurteilten erhielten zusammen 35 Jahre und sieben Monaten Haft. Berufung ist möglich.

Bei den mehrtägigen G-8-Protesten im Juli 2001 war der 23jährige Demonstrant Carlo Giuliani von einem Polizisten mit einem Kopfschuß getötet worden. Mehr als 200 Globalisierungskritiker wurden von den völlig enthem...

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