15.11.2008 / Ausland / Seite 6

Ohne Bush kein Obama

Wahl des ersten afroamerikanischen US-Präsidenten – Ergebnis des Versagens seines Amtsvorgängers

Mumia Abu-Jamal
Barack Hussein Obama, Senator der Demokratischen Partei im US-Bundesstaat Illinois, wird am 20. Januar 2009 sein Amt als 44. US-Präsident übernehmen. Bezogen auf einen anderen Aspekt ist er allerdings die Nummer eins: Er ist der erste afroamerikanische Präsident in der Geschichte der USA. Niemand kann bestreiten, daß dies eine bislang einzigartige politische Errungenschaft ist, Ergebnis seiner beeindruckenden politischen Fähigkeiten und zugegebenermaßen ein Geschenk des politischen Götterhimmels. In der Besucherzelle im Todestrakt habe ich während der letzten Wochen vor Freunden gern diesen Scherz gemacht: Nachdem Obama seinen Wahlsieg mit Leichtigkeit errungen hat, tritt er vor seine Anhänger, um zu erklären, daß er die Wahl annehme. Noch benommen vom Erfolg, getragen vom »politischen Kapital« seines Erdrutschsieges, beginnt er seine Rede mit den Worten: »Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zuallererst und vor allen anderen möchte ich dem Manne danken, d...

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