Der Schwarze Kanal
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03.11.2008 / Ausland / Seite 8

»Die Kriegsgefahr ist groß und bleibt aktuell«

Ob Barack Obama oder John McCain: Iran bleibt auch nach den Präsidentschaftswahlen im Visier der USA. Ein Gespräch mit William R. Polk

Ali Fathollah-Nejad
Dr. William R. Polk war hochrangiges Mitglied im außen- und verteidigungspolitischen Stab von US-Präsident John F. Kennedy. Danach gründete er das »Middle Eastern Studies Center« an der Universität Chicago. Er beriet den Kongreßabgeordneten Dennis Kucinich (Demokraten) bei seiner Kandidatur für die Nominierung zur Präsidentschaftswahl 2008.

Wie können die Ziele der US-Außenpolitik gegenüber Iran zusammengefaßt werden?

Grundgedanke ist, daß Amerika sich das Recht vorbehält, überall in der Welt zu intervenieren, nicht nur in Fällen, wo es glaubt, daß Feinde gegen die USA vorgehen, sondern auch in solchen, in denen andere Länder oder Bewegungen als Machtrivalen wahrgenommen werden. Es ist eine weltweit ausgerichtete Politik. Über den Globus verteilt gibt es bereits 737 US-Basen. Iran liegt mitten in deren Netz.

In der amerikanischen Öffentlichkeit spielt Iran aus zwei Gründen eine wichtige Rolle: Zum einen hat die Geiselnahme in der Teheraner US-Botschaft ...


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