24.10.2008 / Feminismus / Seite 15

Codename Ronahî

Widerstand – ein kurzes Leben lang: Vor zehn Jahren fiel die deutsche Internationalistin Andrea Wolf als Guerillera in den kurdischen Bergen. Sie war erst 33

Claudia Wangerin
In den kurdischen Gebieten der Türkei ist Andrea Wolf heute wahrscheinlich bekannter als in ihrer Heimatstadt München, wo sie 1965 geboren wurde. Schon früh hatte sie angefangen, die Verhältnisse kritisch zu hinterfragen. Mit 15 war Andrea Schülersprecherin in einem katholischen Gymnasium, wenig später beteiligte sie sich an Hausbesetzungen und verbrachte ihre erste Nacht in Polizeigewahrsam. Dies waren die Anfänge einer ungewöhnlichen politischen Frauenbiographie, die am 23. Oktober 1998 bei Çatak in der türkischen Provinz Van gewaltsam beendet wurde.

Nach Augenzeugenberichten fiel Andrea Wolf dort nach ihrer Festnahme durch die türkische Armee einem Kriegsverbrechen zum Opfer. »Die Stimme von Genossin Ronahî war voller Angst. Sie hat geschrien. (...) Ihre Stimme war wütend, wie von jemand, der starke Schmerzen hat. ... Dann fielen Schüsse.« So beschrieb eine Kämpferin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die letzten Minuten von Andrea Wolf, genannt Ronahî...

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