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13.10.2008 / Inland / Seite 8

»Staat darf Gesetzesbruch durch Kirche nicht dulden«

Jesuitenorden verweigert seinen Mitgliedern Unterhaltszahlungen an leibliche Kinder und Kontakt mit ihnen. Ein Gespräch mit David Weber

Gitta Düperthal
David Weber, Sohn eines Jesuiten-Provinzials, protestiert gegen die Entrechtung von Frauen und Kindern katholischer Priester

Seit Wochen führen Sie einen Sitzstreik vor der katholischen Hochschule des Jesuitenordens St. Georgen in Frankfurt am Main durch. Sie protestieren dagegen, daß mehr als 3000 Kinder und Frauen katholischer Priester diskriminiert werden. Was wollen Sie erreichen?

Meine Mutter und ich sitzen dort, weil wir konkrete Forderungen an den Internationalen Jesuitenorden mit Sitz in Rom haben. Dessen prominentester Ort in Deutschland ist St. Georgen. Wir fordern eine Entschädigung und eine Entschuldigung dafür, daß der Orden – wie in vielen anderen Fällen auch – aktiv in unsere Familie eingegriffen hat. Man hat verhindert, daß mein vor vier Jahren verstorbener Vater, ein australischer Jesuiten-Provinzial, zu seiner Frau und seinem Sohn normalen Kontakt haben konnte. Ihm wurde untersagt, Unterhalt zu zahlen. Man hat dafür gesorgt, daß die Ki...

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