10.10.2008 / Ansichten / Seite 8

Keine Entwarnung

Bahnbörsengang verschoben

Winfried Wolf
Die Verschiebung des Börsengangs der Bahn stellt eine mittlere Sensation dar. Natürlich nicht die Nachricht als solche: Eine Verschiebung der Großprivatisierung auf »frühestens Ende November«, also eine um drei bis fünf Wochen verzögerte Teilprivatisierung, wäre kaum des Kommentierens wert. Tatsächlich spricht jedoch vieles dafür, daß Finanzminister Peer Steinbrück und Bahnchef Hartmut Mehdorn am Donnerstag faktisch eine Grundsatzentscheidung für eine Verschiebung bis Anfang 2010 getroffen haben. Das rechnet sich als Dreisatz so: Erstens wird sich bis Ende November das Börsengewitter nicht verzogen haben. Zweitens wird mit dem derzeit stattfindenden Umschlag der Finanzkrise in eine allgemeine weltweite Wirtschaftskrise die Deutsche Bahn AG mit ihrer verantwortungslosen Expansion in das weltweite Logistikgeschäft in die roten Zahlen kommen. Damit aber reduziert sich ein möglicher Teilprivatisierungserlös nochmals. Drittens gibt es 2009 die...

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