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04.10.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Für einen Euro vogelfrei

Netzwerk Hessischer Erwerbsloseninitiativen diskutiert in Frankfurt am Main: Ein-Euro-Jobs führen unmittelbar zum autoritären Staat

Gitta Düperthal
Ein-Euro-Job-Blues: Ein sarkastischer Song über die Entwürdigung durch Arbeitsgelegenheiten für zusätzliche 150 Euro im Monat zum Hartz-IV-Betrag von 351 Euro plus Miete ertönt. »Ich kratz' für euch die Hundescheiße direkt vom Bürgersteig. Und pick euch die Rosinen aus dem großen Teig. Gebt mir 'nen Euro, gebt mir 'nen Euro und ich tu's … Verschickt mich ruhig nach Bayern oder in die Walachei. Denn für einen Euro bin ich vogelfrei.« Alle Kritik an Ein-Euro-Jobs, die Erwerbsloseninitiativen jemals geäußert hätten, sei mittlerweile amtlich bestätigt und bleibe dennoch folgenlos, konstatierte Harald Rein vom Frankfurter Arbeitslosenzentrum. Am massiven Einsatz von Ein-Euro-Jobs habe sich nichts geändert. Ausmaße schilderte der Aktivist am Mittwoch auf einer Veranstaltung des Netzwerks Hessischer Erwerbsloseninitiativen im DGB-Haus in Frankfurt am Main: In der Bankenmetropole habe sich die promovierte Kunsthistorikerin als Museumsaufsicht wiedergefunden, der ...

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