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02.10.2008 / Feuilleton / Seite 12

Besser zu spät als nie

Kleine Geschichte der ärztlichen Selbstverwaltung: In Berlin wurden Gedenktafeln für jüdische Ärzte eingeweiht

Sigurd Schulze
Vor 70 Jahren, am 30. September 1938, entzogen die Nazis per Gesetz allen jüdischen Ärzten die Approbation. Deren Anteil war hoch. Im Berlin des Jahres 1933 zum Beispiel waren von 3600 Kassenärzten 2000 Juden; dazu kamen 600 jüdische Zahnärzte. Jüdische Ärzte waren hier und anderswo für die medizinische Versorgung gerade der proletarischen und minderbemittelten Schichten von großer Bedeutung. Ihre Vertreibung aus dem Beruf war von langer Hand vorbereitet. Schon vor 1933 betrieben die »arischen« Ärzte im NS-Ärztebund und im NS-Studentenbund eine infame Hetze gegen ihre jüdischen Kollegen. Diskriminierung und Denunziation blühten. Die Entrechtung der jüdischen Ärzte bot willkommene Gelegenheit, die Konkurrenz loszuwerden und sich deren Praxen anzueignen. Solidarität und Widerstand von Ärzten gab es so gut wie nicht. Es waren eher Patienten, die Verfolgte versteckten und unterstützten.

Mehr als die Hälfte der deutschen Ärzte war nach 1933 in der Nazipartei. ...

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