Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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30.09.2008 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Privatisierung ist Abbau

Studie dokumentiert Arbeitsplatzvernichtung durch Ausverkauf öffentlichen Eigentums. Seit Anfang der 90er Jahre mindestens 600 000 Jobs abgebaut

Daniel Behruzi
Die Behauptung, marktwirtschaftliche Konkurrenz und Privatisierung schaffe Arbeitsplätze – das Mantra der 1990er Jahre – ist widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall. Dies beweist eine in der vergangenen Woche vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorgelegte Studie, die eine vorläufige Bilanz der Privatisierungspolitik der vergangenen beiden Dekaden zieht. Das Ergebnis: Mindestens 600000 Jobs sind der als »Liberalisierung« bezeichneten Entstaatlichung zum Opfer gefallen.

Vollzeitstellen vernichtet

Zwischen 1991 und 2006 ist die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst um mehr als 2,1 Millionen oder ein Drittel zurückgegangen. Rund die Hälfte dieser Arbeitsplätze sind der WSI-Rechnung zufolge Privatisierungen zum Opfer gefallen. Im Gegenzug seien zwar neue Jobs in privaten Firmen entstanden, das Saldo sei jedoch eindeutig negativ, so die Wissenschaftler. Die von der EU ge...

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