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23.09.2008 / Ansichten / Seite 8

Feinde des Marktes

Finanzkrise sorgt für Offenheit

Klaus Fischer
Keiner weiß, wie sich die aktuelle Finanzkrise noch entwickelt. Geht der Plan von US-Finanzminister Henry Paulson auf, oder sind die für die Rettung veranschlagten 700 Milliarden Dollar nur Peanuts im Vergleich zu den später zu addierenden Gesamtkosten? Können die vielbeschworenen gemeinsamen Anstrengungen von Notenbanken und Regierungen der kapitalistischen Großmächte tatsächlich etwas ausrichten gegen eine Entwicklung, die sich seit Jahrzehnten vollzogen hat? Wohl kaum.

Die Krise nimmt ihren Lauf, gleich einer Lawine. Sie wird Billionensummen aus Büchern und von Konten tilgen. Ihrer Macht werden zahlreiche Unternehmen zum Opfer fallen, sie wird die Strukturen der globalen Finanzindustrie aufmischen, manchen Spekulanten unter Schulden begraben und womöglich sogar ein paar neue Milliardäre hervorbringen. Aber sie wird das System weder umstürzen noch gravierend verändern. Denn die Allgemeinheit übernimmt die Zeche...

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