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22.09.2008 / Ausland / Seite 2

»Ein Putsch ist unwahrscheinlich«

Mit faschistischen Schlägerbanden kämpft Boliviens Oligarchie für den Erhalt ihrer Privilegien. Doch ihr Einfluß ist begrenzt. Ein Gespräch mit Javo Ferreira

Wladek Flakin
Javo Ferreira ist Mitglied der Arbeiterzentrale Boliviens (COB), des bolivianischen Gewerkschaftsdachverbandes

In den letzten Wochen haben die Rechten in den Ostprovinzen Boliviens eine Gewaltwelle vom Zaun gebrochen, die sich gegen Einrichtungen der Zentralregierung, aber auch gegen die Organisationen der Massen richtete. Wie ist die Situation in diesem Moment?

Etwa drei Wochen lang konnten wir diese reaktionäre Offensive beobachten. Die Rechten besetzten staatliche Einrichtungen und Ölförderanlagen. Schlägergruppen wie die »Jugendunion Santa Cruz« (UJC) haben Terror verbreitet: durch Angriffe auf Menschen mit Aymara- oder Ketschua-Herkunft und durch die permanente Belagerung von armen Wohnviertel wie »Plan 3000« in Santa Cruz. Diese Aktionen gipfelten am Donnerstag, den 11. September, in dem Massaker von Porvenir, einem Dorf nahe der Stadt Cobija im Departement Pando. Dort wurden mindestens 20 Menschen kaltblütig ermordet.

Daraufhin rief Präsident Evo ...


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