22.09.2008 / Ausland / Seite 7

»Pakistans Krebs«

Gewaltiger Sprengstoffanschlag in Islamabad: Mindestens 60 Tote und 250 Verletzte. Präsident Zardari will sich von Terroristen nicht einschüchtern lassen

Hilmar König, Neu-Delhi
Islamabad, die pakistanische Hauptstadt, hat wahrlich schon Dutzende Bombenattacken radikaler militanter Gruppen erlebt. Aber was am Samstag gegen 20 Uhr Ortszeit vor dem Marriott-Hotel geschah, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten. Mit dem Zünden einer »Superbombe« regierte ein Selbstmordattentäter auf die wenige Stunden zuvor von Präsident Asif Ali Zardari vor beiden Kammern des Parlaments gehaltene Ansprache. Darin hatte er seine Entschlossenheit bekräftigt, von pakistanischem Gebiet aus keine terroristischen Aktivitäten mehr zuzulassen.

Wie Augenzeugen berichteten, preschte am Abend ein großer, mit einer Tonne Sprengstoff beladener Lkw bis vor das Haupttor des 290-Zimmer-Hotels, das zur US-amerikanischen Hotelkette Marriott gehört. Der Attentäter zündete den gewaltigen Sprengsatz vor dem Gebäude. Dieser schuf einen zehn Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von 25 Metern. Das Hotel ging in Flammen auf. Dutzende geparkte Autos wurden durc...

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