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20.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

»Opium geht immer«

Ernst Busch statt George W. Bush: Über den Krieg in Afghanistan und das Buch »Rausch und Terror«. Ein Gespräch mit Bommi Baumann

Julia Schön
Sie waren in den siebziger Jahren in Afghanistan. War das damals ein friedliches Land?

Ich wurde von der Polizei gesucht. Der bewaffnete Kampf von RAF und der Bewegung 2. Juni ging mir auf die Nerven. Ich wollte niemanden umbringen. Also reiste ich 1972 nach Afghanistan. Da war es schön ruhig. Es gab weder Autos noch Fabriken. Selten hat jemand einen Kassettenrekorder gehabt. Auf dem Land zogen Bands umher, in denen alte Männer Tablas und Sitar spielten. In den Städten schlug dir der Geruch von frischen Brotfladen, die in Erdlöchern gebacken wurden und von Pinienholz, das in Samowaren verbrannte, entgegen. Und überall roch es nach Haschisch – das war der Dunst Afghanistans.

Ein Paradies für Hippies, schreiben Sie in Ihrem neuen biographischen Essay »Rausch und Terror«.

Die meisten zog es nach Kabul. Dort gab es alternative Geschäftemacher, Rockmusik, Gasthäuser und Boutiquen. Auf den Weg dahin haben die meisten Hippies weder nach links noch nach rechts g...

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