13.09.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Dollar nur dritte Wahl

Rückschlag für »Weltleitwährung«: Brasilien und Argentinien wollen ab Oktober ihren bilateralen Handel auf Basis der Landeswährungen abwickeln

Andreas Knobloch
Der erste offizielle Staatsbesuch der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner im Nachbarland Brasilen endete mit einer ganzen Reihe von Wirtschaftsabkommen. Das wichtigste: Ab dem 3. Oktober dieses Jahres werden beide Länder ihren bilateralen Handel nicht mehr in US-Dollar, sondern ihren jeweiligen heimischen Währungen Pesos und Reales abwickeln. Damit verliert der US-Dollar als weltweite Leitwährung einen wichtigen Markt.
Die beiden wirtschaftlich stärksten Nationen des südamerikanischen Staatenbundes Mercosur – sie kommen zusammen auf knapp 80 Prozent des gesamten Handelsvolumens der Organisation – erhoffen sich von der Vereinbarung eine Reduzierung der Wechselkursausgaben und die Vereinfachung der Geschäftsabwicklung. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen davon profitieren, daß die Gebühren für die Umrechnung in US-Dollar künftig wegfallen. Außerdem könnte die Initiative demnächst auf die anderen Partner der Mercosur-Gruppe...

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