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09.09.2008 / Ausland / Seite 6

Entspannung am Dnjestr

Rußland bemüht sich um Lösung des »eingefrorenen Konflikts« in Moldawien

Tomasz Konicz
Die im Gefolge des Krieges im Kaukasus verstärkt zu Tage getretenen Spannungen in Moldawien scheinen nun abzuklingen. Auch in diesem zwischen der Ukraine und Rumänien gelegenen Land befindet sich eine seit 1992 de facto unabhängige, international nicht anerkannte, abtrünnige Region. Das am östlichen Ufer des Flusses Dnjestr gelegene Transnistrien beheimatet ca. 500000 vornehmlich russische und ukrainische Einwohner, die ihre faktische Unabhängigkeit dank russischer Unterstützung behaupten konnten.

Die eskalierenden Kämpfe um Südossetien ließen die mühsam in Gang gesetzten Friedensgespräche zwischen den Separatisten und der moldawischen Zentralregierung in Chisinau zusammenbrechen. Der Anführer Transnistriens, Igor Smirnow, brach die Verhandlungen ab, nachdem sich Moldawien weigerte, die Offensive Georgiens zu verurteilen. Die Separatisten beschuldigten die moldawische Führung überdies, ein ähnliches militärisches Vorgehen zu planen, wie es der georgische ...

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