09.09.2008 / Thema / Seite 10

Trutzburg Nordkorea

Am 9.9.1948 rief Kim Il-Sung die Demokratische Volksrepublik Korea aus. US-Neocons würden den Staat am liebsten von der politischen Landkarte streichen

Rainer Werning
Der Koreakrieg (1950 bis 1953), der erste »heiße« militärische Konflikt im Kalten Krieg, wirkt fort in der Teilung des Landes. Knapp zwei Jahrzehnte nach dem Ende der West-Ost-Blockkonfrontation durchzieht die Halbinsel noch immer eine etwa 240 Kilometer lange »demilitarisierte Zone«. Ein Euphemismus ohnegleichen: Es ist dies die weltweit bestbewachte, höchstmilitarisierte und konfliktträchtigste Region. Dort stehen sich diesseits und jenseits des 38. Breitengrades waffenstarrend über eine Million Soldaten gegenüber – darunter bis vor kurzem noch über 37 000 in Südkorea stationierte US-amerikanische GIs.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Süden der koreanischen Halbinsel, die am 15. August 1948 entstandene Republik Korea, als »antikommunistischer Frontstaat« par excellence vom Westen aufgepäppelt und reichlich mit Wirtschafts- und Finanzhilfen bedacht. Die knapp einen Monat später gegründete Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) hingege...

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