30.08.2008 / Titel / Seite 1

Zivilisten abgeknallt

Rüdiger Göbel
Nur einen Tag nach dem tödlichen Angriff auf einen Bundeswehrkonvoi in der afghanischen Provinz Kundus haben deutsche Soldaten an einem Checkpoint zwei Kinder und eine Frau erschossen. Vier weitere Kinder wurden bei dem Beschuß verletzt. Diese schweren Vorwürfe erhob am Freitag der Polizeichef der Provinz, Abdul Rahman Aqdash, gegenüber dem Internetportal Spiegel online. Die Bundeswehr äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht. Verteidigungsminister Franz Josef Jung tauchte unter, sein Sprecher setzte auf Desinformation.

Den Schilderungen Aqdashs zufolge eröffneten deutsche Soldaten am Donnerstag abend kurz vor 22 Uhr an einem Kontrollpunkt in der Stadt Khanabad nördlich von Kundus das Feuer auf einen Pkw mit Zivilisten. Den Angaben zufolge fuhren zwei Autos des selben Typs auf den Checkpoint zu. Einer der Pkw sei dann kurz vor dem Kontrollpunkt umgedreht, der andere sei diesem im letzten Moment gefolgt. Spiegel online weiter: »Die Sicherheitskräfte – d...

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