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25.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Alles Antisemiten oder jüdische Selbsthasser – bis auf Broder

Knut Mellenthin
Der vielfach preisgekrönte Journalist und Buchautor Henryk M. Broder (»Hurra, wir kapitulieren«) kämpft derzeit vor mehreren Gerichten für sein Recht, so zu schimpfen, wie er möchte. Er selbst bevorzugt dafür allerdings die Bezeichnung »Meinungsfreiheit«. Eine seiner Prozeßgegnerinnen ist Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter von Heinz Galinski, der von 1954 bis 1963 und von 1988 bis 1992 Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland war. Hecht-Galinski ist eine scharfe Kritikerin der israelischen Unterdrückungspraxis gegenüber den Palästinensern und wird deshalb von Broder regelmäßig angegriffen. Daß sie im Mai in einer WDR-Sendung zu Wort kam, veranlaßte den passionierten Schimpfer zu einem Protestbrief, in dem er schrieb: »Jeder kölsche Jeck mit zwei Promille im Blut würde sogar an Weiberfastnacht erkennen, daß Frau EHG eine hysterische, geltungsbedürftige Hausfrau ist, die für niemanden spricht außer für sich selbst und dabei auch nur Unsinn von ...

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