25.08.2008 / Inland / Seite 2

»Einige Kollegen sind in ihrer Existenz bedroht«

Im Callcenter Arvato in Potsdam sollen die Gehälter um 30 Prozent gekürzt werden. Ein Gespräch mit Jörg Kiekhäfer

Gitta Düperthal
Jörg Kiekhäfer ist Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich Telekommunikation im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Die Geschäftsleitung des Potsdamer Arvato-Callcenters will Gehaltskürzungen durchsetzen und droht mit Standortschließung. Welche Hintergründe hat das?

Die Deutsche Telekom hatte das Potsdamer Callcenter mit 60 Beschäftigten im vergangenen Jahr an Bertelsmann verkauft. Nun sollen die Angestellten neue Arbeitsverträge unterschreiben – mit um bis zu 30 Prozent gesenkten Löhnen und mit einer von 38 auf 40 Stunden erhöhten Wochenarbeitszeit. Gleichzeitig will man den Jahresurlaub von derzeit 30 auf 28 und später auf 26 Tage reduzieren. Nach Ankündigung der Geschäftsleitung soll der Durchschnittsverdienst mittelfristig auf rund 15000 Euro brutto im Jahr sinken. Bisher waren die Kolleginnen und Kollegen tariflich abgesichert und erhielten Jahreseinkommen zwischen 26000 und 35000 Euro.

Wie kommt die Geschäftsführung dazu, das Aus für den...


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