19.08.2008 / Thema / Seite 10

Geplante Konterrevolution

Prag 1968: Die westliche Strategie »Wandel durch Annäherung« war der Versuch, den Sozialismus von innen zu zersetzen. In der Tschechoslowakei liefen die Reformen aus dem Ruder – eine Möglichkeit, das Land aus dem östlichen Staatenbund zu lösen

Horst Schneider

* Im Verlag Das Neue Berlin erscheint in diesen Tagen eine Sammlung von 20 bisher im Deutschen nicht zugänglichen und von bürgerlichen Historikern dieses Landes nicht berücksichtigten Dokumenten zu den Ereignissen um den »Prager Frühling« im Jahr 1968. Klaus Kukuk, ehemaliger Mitarbeiter im diplomatischen Dienst der DDR in Prag, fand sie in Archiven bei seiner Suche nach einer Antwort auf die Fragen: War der Einmarsch der Sowjetarmee in Prag notwendig? Warum sind die von Alexander Dubcek angekündigten Reformen nicht realisiert worden? Oder handelt es sich bei diesen Reformen um einen konterrevolutionären Plan? Professor Dr. Horst Schneider zeichnet in seiner Einleitung den historischen Kontext nach, in dem die Dokumente entstanden sind. jW druckt den Hintergrundtext des Historikers in gekürzter Fassung.

In den 60er Jahren erfolgte (...) ein Paradigmenwechsel in der internationalen Politik, ohne daß dadurch der Kalte Krieg zu Ende gegangen wäre. Als die be...

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