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18.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Von der Straße für die Straße

»Faites votre Jeu« leistet radikale Kunstkritik und präsentiert eine Ausstellung über Graffitis in Lateinamerika

Gitta Düperthal
In der etablierten Kunst dreht sich alles nur um Beziehungen und Geld«, sagt ein Sprecher der Initiative »Faites votre Jeu«. Für junge Künstler, die sich außerhalb kommerzieller Zusammenhänge verwirklichen wollen, gebe es keinen Raum. Sicherlich laufe in der Kunst vieles über Provokation, doch letztendlich solle doch alles im Rahmen bleiben. Tatsächliche Reflektion gesellschaftlicher Verhältnisse sei nicht erwünscht. Weiter erläutert er die Dialektik der Kunst: »Selbst wenn sie über die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse hinausweist und zeigt, daß es auch andere Lebensformen geben kann, integriert sie wieder, indem sie konsumierbar gemacht wird.« Dieser Kunstbegriff sei bezeichnend: »Er ist wie der Gang ins Theater, das seine Zuschauer im Grunde nur reproduzieren will, um die nächste Arbeitswoche durchzustehen.« So sieht es der angehende Soziologe, der die Frankfurter Schule und insbeso...

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