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16.08.2008 / Ausland / Seite 7

Ankara nach Druck aus Washington eingeknickt

Energiepakt zwischen Iran und Türkei vorerst geplatzt. Teheran lehnt türkisches Vermittlungsangebot im Atomstreit ab

Nico Sandfuchs, Ankara
Ankara wird vorerst keinen Vertrag über den Ausbau der türkisch-iranischen Beziehungen im Energiesektor unterzeichnen. Dies teilte der türkische Staatspräsident Abdullah Gul am Donnerstag abend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem iranischen Amtskollegen Mahmud Ahmadinedschad in Istanbul mit. Vertreter beider Seiten hatten noch am Dienstag verkündet, daß der bereits seit einem Jahr verhandelte Energiepakt »unterschriftsreif« sei und während des zweitägigen Besuchs des iranischen Präsidenten in der Bosporus-Metropole unterzeichnet würde. In dem Vertrag geht es um den Bau einer weiteren Gaspipeline zwischen den beiden Ländern und um einen 3,5 Milliarden Dollar schweren Deal der staatlichen türkischen Ölgesellschaft (TPAO) zur Ausbeutung von Gasfeldern im Südiran.

Washington und Tel Aviv hatten im Vorfeld scharf gegen die Einladung Ahmadinedschads protestiert, da diese eine Aufweichung der Bestrebungen zur internationalen Isolierung Teherans dars...

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