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16.08.2008 / Ausland / Seite 7

Prachanda ist Premier

Nepal: Chef der KP (Maoistisch) vom Verfassungskonvent gewählt. Bisher regierende Kongreßpartei will »verantwortungsbewußte Opposition« sein

Hilmar König, Neu-Delhi
Vier Monate nach dem Überraschungssieg seiner Partei bei den Wahlen vom 10. April wurde der Vorsitzende der KP Nepals (Maoistisch), Pushpa Kamal Dahal Prachanda, am Freitag vom Verfassungskonvent in Kathmandu zum Premierminister gekürt. Für ihn stimmten mehr als zwei Drittel der Abgeordneten. Er setzte sich gegen seinen Konkurrenten Sher Bahadur Deuba vom Nepali Congress (NC) durch. Damit steht erstmals in der Geschichte des Landes ein Maoist an der Spitze der Regierung. Das Ereignis ist nicht nur die Krönung der politischen Karriere Prachandas, sondern zugleich ein Höhepunkt im unermüdlichen Wirken seiner Partei, deren bewaffneter Arm zehn Jahre lang für den Sturz der Monarchie gekämpft hatte.

Langer Weg der Maoisten

Die Wahl des Parteichefs zum Regierungschef wurde erst möglich, nachdem die KPN(M) mit der KPN(Vereinte Marxisten und Leninisten; VML) und dem Madhesi Janadhikar Forum (MJF) ein Bündnis geschlossen und damit die rivalisierende Kongreßpartei ...

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