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16.08.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

In alter Freundschaft

Solidarität und Kommerz: Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Kuba seit Jahrzehnten ­stabil. Neue Projekte konzentrieren sich auf Erdölbranche und Biotechnologie

Michael R. Krätke
Es ist eine längere Geschichte. Vor 47 Jahren war Kuba das erste Land in Lateinamerika, das offizielle Beziehungen zur Volksrepublik China aufnahm. Die Revolutionsregierung in Havanna brach damals die Beziehungen zu Taiwan ab und wandte sich der Volksrepublik zu. Bereits im November 1960 wurde ein Abkommen über technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Zwar kühlten in den sechziger Jahren die Beziehungen rasch ab, die Sowjetunion übernahm die Rolle des »großen Bruders«. Aber seit 1989 spielt China wieder eine herausragende Rolle für den karibischen Inselstaat.

Trotz der enormen Entfernungen ist die Volksrepublik heute für Kuba der zweitwichtigste Handelspartner – und der entscheidende Geldgeber, um Entwicklungsprojekte (»Programas de la Revolución«) zu finanzieren. Die fernöstliche Weltwirtschaftsmacht kann es sich leisten, die von den USA seit 40 Jahren über Kuba verhängten Blockaden und Sanktionen zu ignorieren. Für Peking ist Kuba da...

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