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16.08.2008 / Feuilleton / Seite 13

Landschaft statt Bäumen

Queere Tage in Reykjavík: Die Familie trifft sich. Ein Erlebnisbericht

Wolfgang Müller
Im Jahr 1997 zählte der Gay Pride in São Paulo gerade mal zweitausend Teilnehmer. Zehn Jahre später, 2007, scheint er mit bis zu drei Millionen geschätzten Teilnehmern weltweit die größte Demonstration von Lesben, Schwulen und Transgender zu sein.

Stimmt aber nicht ganz. Denn tatsächlich hat sich seit 1998 in Reykjavík ebenfalls ein größter Gay Pride der Welt etabliert – relativ gesehen. Zwar weist Island eine der höchsten Geburtenraten Europas auf, die Bevölkerung ist inzwischen auf 310000 Einwohner angewachsen – 1945 gab es nur 70000 Isländer – die Inselrepublk zählt aber nach wie vor zu den bevölkerungsärmsten Staaten Europas. Und wenn die vorsichtige Schätzung der isländischen Polizei von etwa 40000 Teilnehmern beim Gay Pride 2008 zutrifft – der »Reykjavik Grapevine« spricht dagegen von bis zu 100000 –, dann heißt es in jedem Fall, daß eigentlich ganz Island mitmarschiert. Der Gay Pride in Island nennt sich »Hinsegin Dagar«, übersetzt etwa »Queere Tag...

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