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16.08.2008 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Durchfahrt erzwungen

Opiumkriege in China: Rosa Luxemburg beschrieb 1913, wie Kanton von den Briten für den Warenhandel erschlossen wurde

Im Jahre 1833 [wurde] ein verschärftes Gesetz erlassen, das für jeden Opiumraucher hundert Hiebe und zweimonatige Ausstellung am Pranger festsetzte. Die Gouverneure der Provinzen wurden verpflichtet, in ihren Jahresberichten die Erfolge des Kampfes mit dem Opium zu berücksichtigen. Der doppelte Erfolg dieses Kampfes lief freilich darauf hinaus, daß einerseits im Innern Chinas, namentlich in den Provinzen Honan, Setschuan und Kweitschou, Mohnkulturen im großen Maßstab angelegt wurden und daß andererseits England China den Krieg erklärte; um es zur Freigabe der Einfuhr zu zwingen. Nun begann die glorreiche »Erschließung« Chinas für die europäische Kultur in Gestalt der Opiumpfeife.

Der erste Angriff erfolgte auf Kanton. Die Befestigung der Stadt am Haupteingang des Perlflusses war denkbar primitiv. Ihr Hauptstück bestand in einer Sperre von eisernen Ketten, die täglich bei Sonnenuntergang in verschiedenen Abständen an verankerten Holzflößen befestigt wurden....

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