09.08.2008 / Thema / Seite 10

Ende einer Epoche

Peak Oil und seine geostrategische Bedeutung. Teil I: Die absehbare Erschöpfung der ­globalen Ölreserven

Hauke Ritz
In den siebziger Jahren war es eine angstbesetzte Zukunftsvision, das Eintreten einer dauerhaften Unterversorgung auf den Ölmärkten. Die Reaktionen, die der Club of Rome im Zuge seiner 1972 veröffentlichten Prognose über »Die Grenzen des Wachstums« auslöste, fielen jedoch teilweise panisch aus und führten zu unrealistischen Forderungen. So wurde vielfach eine Politik der sofortigen Wachstumsrücknahme propagiert. Auch stimmte der vorhergesagte Zeitpunkt nicht – der Club of Rome hatte bereits für die späten 80er Jahre mit einer Unterversorgung auf den Ölmärkten gerechnet. Und so waren die Erleichterung über die nicht eingetretene Energiekrise sowie die darauf folgende Sorglosigkeit die Kehrseite der damaligen Warnungen. Zu guter Letzt schienen neuere geologische Untersuchungen zu bestätigen, daß die Ölvorräte noch mindestens vier Jahrzehnte reichen würden, lange genug also, um den Übergang in das Post-Ölzeitalter nach und nach zu bewerkstelligen.

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