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08.08.2008 / Feminismus / Seite 15

Mit Kindern, ohne Mann

Kenia: Verband in Nairobi bietet Hilfe für Alleinerziehende. Junge Mütter werden von den Familien verstoßen und sind von Armut bedroht

Najum Mushtaq und Rose N. Oronje, IPS
Immer mehr Mütter in Kenia sind alleinerziehend. Ein Zeichen der wachsenden Unabhängigkeit der Frauen oder vielmehr Folge von Armut und mangelnder Bildung? Beides, sagen Frauenrechtlerinnen. »Das Phänomen ist nicht auf eine gesellschaftliche Klasse, Altersgruppe oder Religion beschränkt«, erklärt Angelina Nandwa, Gründerin des seit 1991 existierenden kenianischen Verbandes alleinerziehender Mütter (SMAK). Nandwa war von ihren Eltern zur Ehe mit einem 30 Jahre älteren Mann gezwungen worden, den sie nie zuvor gesehen hatte. Nach vier Jahren entschied sie sich gegen dieses Leben, sie war inzwischen Mutter zweier Kinder.

»Kenianische Eltern nehmen ihre Kinder nicht mehr zu Hause auf, sobald sie verheiratet sind. Meine Mutter sagte mir nur, ich müsse zurück zu meinem Mann und es durchstehen, so wie sie es in der Ehe mit meinem Vater getan habe. Ich wollte aber die Kontrolle über mein Leben, selbst wenn es hart werden würde, die Kinder allein großzuziehen«, sagt...

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