04.08.2008 / Inland / Seite 8

»Transnet-Mitglieder sind wütend und enttäuscht«

Gewerkschafter wollen nach dem Überlaufen ihres früheren Vorsitzenden Hansen grundlegenden Kurswechsel. Ein Gespräch mit Alfred Lange

Hans-Gerd Öfinger
Alfred Lange ist Betriebsratsvorsitzender der Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn AG (DB), Railion, Niederlassung Frankfurt, ehemaliges Mitglied im Transnet-Hauptvorstand und Mitbegründer der Initiative »Bahn von unten«

Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, Lothar Krauß, erhofft sich von der anstehenden Teilprivatisierung der Bahn-Tochter Mobility Logistics AG neue Chancen und positive Auswirkungen für die Beschäftigten. Hat er recht mit seinen Erwartungen?

Ich sehe das anders. Schon die letzten Jahre, die Vorbereitungen auf den Börsengang, haben gezeigt, daß Arbeitsplatzabbau, Arbeitsverdichtung und das Verschieben von Geldern für die Instandhaltung auf Schnellfahrstrecken für eine Produktivitätssteigerung herhalten mußten. Dieser Prozeß wird sich wegen der Renditeerwartung privater Investoren noch verstärken. Nunmehr hat die Phase begonnen, in der mittels Propaganda für »Mitarbeiteraktien« die Kolleginnen und Kollegen und mit sogena...

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